Der Kredit


Wenn man das Wort Kredit aus dem Lateinischen übersetzt, bedeutet es in etwa so viel wie "Glaube und Vertrauen". Ursprünglich hießt das Wort credere, wurde dann aber ins Französische "crédit" übersetzt und anschließend im deutschen Sprachgebrauch als Kredit gebildet. Nach Angaben des Duden (Fremdwörterbuch) gibt es für das Wort Kredit insgesamt vier verschiedene Einsatzzwecke. Der Kredit ist das Vertrauen, dass eine Verbindlichkeit zwischen zwei Vertragspartnern nicht nur fristgerecht beglichen wird, sondern auch vollständig. Somit "glaubt" und "vertraut" der Kreditgeber darauf, dass der Kreditnehmer seine Schulden rechtzeitig durch Willen (Zahlungsbereitschaft) und Fähigkeit (Zahlungskraft) begleicht.

Neben der Möglichkeit einen Kredit als Geldmittel zu gewähren, gibt es zahlreiche Unternehmen die den Kredit auch als Sachgut gewähren. Ein Kredit (oder auch Klein Kredit) kann sowohl einer Privatperson, als auch einem Unternehmen oder einem Staat gewährt werden. Ebenfalls sind sowohl kurzfristige Darlehen, als auch langfristige Kreditverpflichtungen möglich.

Oftmals wird auch bei einer Zahlungsunfähigkeit eine Stundung beantragt. Auch hierbei handelt es sich um einen Kredit, da der Gläubiger daran glaubt, dass der Schuldner die Forderung im vereinbarten Zeitraum begleicht. Neben diesen drei Kreditmöglichkeiten gibt es noch die letzte Form der Kreditvergabe. Das Guthaben, welches in Form eines Kredits auf dem Konto existiert, ist die Habenseite. Dem gegenüber steht das Debet (Sollseite) Beim Kredit handelt es sich um eine Gebrauchsüberlassung von finanziellen Mitteln (Geld) oder beweglichen Gütern (Wertgegenstände) zu einem in der Regel fest geregelten Zeitraum. Ein Kredit wird mit einem entsprechenden Darlehensvertrag besiegelt. Doch auch bei Stundungen handelt es sich um einen Kredit, welcher oftmals nur geduldet aber nicht bewilligt ist. Der Kreditnehmer hat in der Regel die Pflicht, den aufgenommenen Kredit entweder bar oder in Form eines gleichwertigen Gegenstands zurückzahlen. Zinsen sind keine gesetzliche Pflicht, allerdings bei einer Bank durchaus üblich. Nur selten gibt es bei einer Bank zinsfreie Warenkreditverträge. Dadurch das Banken Kredite vergeben, wird die stetige Geldmenge im Wirtschaftskreislauf erhöht (Geldschöpfung). Durch die Rückzahlung der Kredite wird die Geldmenge hingegen reduziert. Das Geld, welches durch die Bank selbst erzeugt wurde, wird dem Kreditnehmer für einen bestimmten Zeitraum zu einem definierten Zinssatz überlassen.